Dass Einkünfte durch Vermögen ohne Grenzen nur mit maximal 27,5% besteuert sind, ist diskriminierend in Bezug auf Menschen, die für ihre Erwerbsarbeit bis zu annähernd doppelt so hohen Steuersätzen unterliegen.
Vermögen aus Vermögen zu vermehren bedeutet auch, Menschen die kein Vermögen haben, zu benachteiligen, da diesen diese Möglichkeit nicht offensteht.
Verschärft wird das noch dadurch, dass Menschen mit Vermögen dieses im Endeffekt oft gegen Zinsen verleihen und so das Vermögen wenig Vermögender noch zusätzlich reduzieren.
Vermögen, das man aus welchen Gründen auch immer, anhäufen konnte, führt empirisch gesehen in der Regel dazu, dass es mehr wird und anderen abgeht. Die Arm-Reich-Schere wird immer größer.
In Gesellschaften, in denen das Recht auf Gesundheits- und Altersversorgung sowie auf gerechten Lohn als Menschenrecht akzeptiert ist, ist das wenig beschränkte Einkommen aus Vermögen im Vergleich zum beschränkten Einkommen aus Arbeit nicht als gerecht interpretierbar.
Conclusio wäre die Einführung höherer Vermögensgewinn- und Vermögenssteuern und das Verbot von Geldverleih gegen Zinsen.
Es ist unethisch, das eigene „Zuviel“, den eigenen „Überfluss“ zur weiteren Ausbeutung derer zu nutzen, die bedürftig sind.
Es müssten weiters Obergrenzen für Vermögen und Einkommen aller Art eingeführt werden. Sowohl für Menschen als auch Rechtskörper.